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Rode Procaster Test

146,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 15. Februar 2019 22:12
MikrofontypDynamisch
Membrangröße1 Zoll
AnschlussXLR Anschluss
EignungHomestudio, Tonstudio
Gewicht695 g

Das Rode Procaster ist das analoge Gegenmodell zum Rode Podcaster. Während dieses Gerät mit stolzen 695 g nochmals schwerer als das Podcaster als USB Mikrofon ist, ermöglicht es doch die Nutzung eines Audio Interfaces oder eines Mischpultes durch den XLR Anschluss. Der Übertragungsbereich ist mit 75 Hz – 18 kHz angenehm breit. Die 1 Zoll große Membran sorgt in Verbindung mit der dynamischen Bauweise für einen geringen Raumanteil und einen angenehm seidigen Sound bei Sprachaufnahmen. Sowohl für das Homestudio, als auch für das Tonstudio eignet sich dieses Modell sehr gut. Dabei ist es durch die Nierencharakteristik vor allem für Aufnahmen für YouTube Videos, Podcasts oder Interviews geeignet. Unser Rode Procaster Test zeigt, wie gut sich dieses Modell in der Praxis schlägt.


Gesamtbewertung

89%

"Gut"

Soundqualität
93%
Ausstattung
88%
Usability
85%
Preis / Leistung
90%

Rode Procaster Testbericht

Mit dem Rode Procaster bietet der australische Mikrofonhersteller Rode eine analoge XLR-Alternative zum Rode Podcaster. Das Procaster bietet mit der 1 Zoll großen Membran eine perfekte Voraussetzung für Sprachaufnahmen im Homestudio. Egal ob Sprachaufnahmen für YouTube, Podcasts oder Hörbücher: Wer ein passendes Sprachmikrofon sucht, der landet früher oder später bei diesem Modell.

Dabei ist ein analoges Großmembranmikrofon natürlich auch immer mit Nachteilen verbunden: Es wird zwingend ein USB Audio Interface benötigt, um die analogen Signale in digitale Signale umwandeln zu können. Das kann auch Vorteile haben (da so der Sound nachbearbeitet werden kann), allerdings kommt natürlich ein zusätzlicher Kostenfaktor zum ohnehin hochpreisigen Mikrofon hinzu.

Eine Phantomspeisung ist auf Grund der dynamischen Bauweise nicht nötig. In der Praxis klingt das Procaster von Rode nicht nur gut, sondern lässt sich auch einfach bedienen. Aber eignet sich dieses Mikro wirklich bedingungslos für sämtliche Sprachaufnahmen im Homestudio oder Tonstudio? Unser Rode Procaster Test zeigt die Stärken und Schwächen des Geräts im Detail.

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Die Soundqualität: Sprachaufnahmen in bester Qualität

Eine gute Aufnahmequalität ist nicht nur im professionellen Tonstudio essentiell – auch im eigenen Homestudio muss die Qualität des Klangs den Ansprüchen des Nutzers genügen. Hierfür ist vor allem die Qualität des Mikrofons entscheidend. Beim Rode Procaster handelt es sich – ebenso wie beim Schwestermodell, dem Rode Podcaster – um ein dynamisches Großmembranmikrofon. Die dynamische Bauweise in Verbindung mit der 1 Zoll großen Mikrofonmembran sorgt für eine hohe Soundqualität im nicht optimal gedämmten Homestudio.

Dabei unterscheiden sich diese beiden Modelle insbesondere durch den Anschluss. Beim Rode Podcaster handelt es sich um ein USB Mikrofon, das Rode Procaster ist ein analoges Mikrofon mit XLR Anschluss. Zum Aufnehmen wird hier also ein USB Audio Interface oder ein Mischpult mit integriertem A/D-Wandler benötigt. Der Pluspunkt: Weil es sich hierbei nicht um ein Kondensatormikrofon, sondern um ein dynamisches Mikrofon handelt, benötigt man beim Audio Interface keine Phantomspeisung  zum Betrieb des Mikrofons.

Die Klangqualität ist beim Rode Procaster sehr gut. Zwar ist die Bauweise und Membrangröße vor allem auf Sprachaufnahmen ausgerichtet – dies dürfte jedoch auch der Haupteinsatzzweck dieses Geräts sein. Wer Musikinstrumente oder Gesang aufnehmen möchte, der muss in jedem Falle zu einem anderen Mikrofon greifen. Die Höhen und Tiefen klingen sehr gut, insbesondere die für Sprachaufnahmen wichtigen Mitten kommen jedoch besonders gut zur Geltung. In unserem Rode Procaster Test wurden die Erwartungen an die Soundqualität von diesem Modell absolut erfüllt.

Die Ausstattung: Gutes analoges XLR Sprachmikrofon

Das Rode Procaster ist ein XLR Mikrofon, was einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Schwestermodell, dem Podcaster, darstellt. Bei einem USB Mikrofon kommt es auf die Ausstattung weitaus mehr an, als bei einem analogen XLR Mikrofon. Hier kann kein weiteres Equipment genutzt werden, sodass der Klang der Aufnahmen nur noch im Nachhinein am Computer bearbeitet werden kann – unter Einbußen bei der Klangqualität. Hier kann ein Mischpult zwischengeschaltet oder ein qualitativ hochwertiges USB Audio Interface genutzt werden.

Jetzt bei Amazon kaufenBeim Procaster handelt es sich ebenfalls um ein dynamisches Mikrofon. Eine Phantomspeisung wird für den Betrieb des Mikros daher nicht benötigt. Infolge dessen können selbst einfache und günstige Mischpulte oder Audio Interfaces genutzt werden. Die Richtcharakteristik ist eine Nierencharakteristik, was für Homestudios, Radiostationen und professionelle Aufnahmestudios für Sprachaufnahmen sehr gut geeignet ist. Hier wird fast ausschließlich das aufgenommen, was unmittelbar von vorne auf den Mikrofonkorb trifft.

Auf der technischen Seite ist die Ausstattung ganz so, wie man sie von einem Mikrofon für Radio und Sprachaufnahmen erwartet. Die 1 Zoll große Membran nimmt Hintergrundgeräusche und Echos wenig bis gar nicht auf. Partialschwingungen treten in unserem Rode Procaster Test nur vereinzelt auf und der Nahbesprechungseffekt ist durchaus hörbar ausgeprägt. Wer ein qualitativ hochwertiges USB Audio Interface nutzt, kann hier also Sprachaufnahmen in einer sehr guten Qualität anfertigen.

Die Ausgangsimpendanz von 320 Ohm ist deutlich höher als bei vergleichbaren Großmembranmikrofonen, was vermutlich an der dynamischen Bauweise liegen dürfte. Der Übertragungsbereich ist mit 75 Hz bis 18 kHz bedeutend breiter als beim USB-betriebenen Schwestermodell, dem Podcaster. In der Praxis dürfte der Unterschied aber wohl kaum zu hören sein. Alles in allem ist das Rode Procaster gut ausgestattet und kann für gute Sprachaufnahmen im Studio problemlos genutzt werden – ein Audio Interface vorausgesetzt.

Die Usability: Einfach zu bedienen, auch für Anfänger

Von einem Sprachmikrofon erwartet man eine gute Usability. Nur wenn ein Mikrofon auch von Anfängern und unerfahrenen Nutzern im Homestudio ohne Probleme bedient werden kann, empfiehlt sich ein solches Gerät zum Kauf. Das Rode Procaster ist denkbar einfach zu bedienen: Einfach das Mikro per XLR Kabel an ein Mischpult oder Audio Interface anschließen und schon kann es losgehen. Im Vergleich zum Podcaster mit USB Anschluss gibt es hier keine Schalter oder Regler am Mikro selbst.

Ein kleiner Kritikpunkt ist hier lediglich das hohe Gewicht von stolzen 700 g, die nur minimal unterschritten werden. Ein so schweres Mikrofon benötigt ein qualitativ hochwertiges Tischstativ oder einen Edelstahl Mikrofonständer. Allerdings kann das Rode Procaster während dem Aufnehmen auch problemlos in der Hand gehalten werden. Ansonsten ist die Verarbeitung ausgesprochen gut, wie man es vom australischen Hersteller Rode eben gewohnt ist. Spaltmaße, Materialqualität und Qualitätsanmutung – alles im grünen Bereich. Unser Rode Procaster Test bescheinigt diesem Produkt eine gute Usability und Verarbeitung.

Rode Procaster Test: Preis / Leistung & Fazit

Für ein Sprachmikrofon bietet das Rode Procaster praktisch alles, was sich Einsteiger und fortgeschrittene Nutzer im Studio oder in der Radiostation wünschen. Die Soundqualität für Sprachaufnahmen ist ausgezeichnet, aber auch die Ausstattung, sowie die Usability und die Verarbeitung können im Praxistest überzeugen. Trotz des ungemein hohen Gewichts des Mikrofons lässt es sich gut bedienen und kann zum Aufnehmen einfach in der Hand gehalten werden. Die technische Ausstattung kann mit vergleichbaren Geräten problemlos mithalten.

Der Hersteller ruft für dieses Mikrofon einen Preis von rund 150 € auf. Das ist zwar viel Geld für ein Sprachmikrofon, insbesondere die gute Soundqualität für die Aufnahme von gesprochenem Text rechtfertigen den Preis unserer Ansicht nach jedoch. Wer verschiedene Aufnahmearten umsetzen möchte, der greift am besten zu einem Kleinmembranmikrofon. In unserem Rode Procaster Test erzielt dieses Modell jedoch insbesondere auf Grund der guten Aufnahmequalität bei Sprachaufnahmen ein noch sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Rode Procaster: Technische Daten

  • Dynamisches Mikrofon
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Membrangröße: 1 Zoll (Großmembran)
  • Übertragungsbereich: 75 – 18.000 Hz
  • Ausgangsimpendanz: 320 Ω
  • Empfindlichkeit: -56 dB re 1V/Pa (1,6 mV @ 94 dB SPL) @ 1 kHz
  • Anschluss: XLR (dreipolig)
  • Maße: 53 x 53 x 215 mm
  • Gewicht: 695 g

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


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