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Welche verschiedenen Mikrofonarten gibt es?

Die Mikrofonarten im Überblick

Die Mikrofonarten im Überblick

Die Anzahl an unterschiedlichen Mikrofonarten macht es Einstigern schwer, das passende Modell zu finden. Jeder Mikrofontyp hat seine eigenen Stärken und Schwächen, sowie individuelle Vorteile und Nachteil.e In der Praxis gibt es viele verschiedene Mikrofonarten für das Homestudio oder Tonstudio. Beim Mikrofon kaufen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gerät exakt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Kondensatormikrofone und dynamische Mikrofone haben eigene Stärken und Schwächen, die das mögliche Einsatzgebiet der jeweiligen Bauweise festlegen. Im Folgenden zeigen wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Mikrofonarten. Hieraus ergeben sich wichtige Faktoren für die Anschaffung eines solchen Geräts. Mit unserer großen Mikrofon Kaufberatung sieht man auf den ersten Blick, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Mikrofonarten mit sich bringen, sodass man schnell und sicher entscheiden kann, welcher Mikrofontyp der optimale ist.

Tatsächlich kann es auch sehr oft lohnenswert sein, mehrere verschiedene Geräte zu testen. Hier stellt unsere Redaktion die einzelnen Mikrofontypen und Mikrofonarten vor. Ob Studiomikrofon, Bühnenmikrofon oder Instrumentalmikrofon – nur wer das ideale Gerät kauft, wird langfristig mit den Resultaten beim Aufnehmen oder live auf der Bühne zufrieden sein.

Das Studiomikrofon – Großmembran-Kondensatormikrofone

Die klassischen Großmembran-Kondensatormikrofone sind typischerweise Studiomikrofone für die Nutzung im Homestudio oder Tonstudio. Ausnahmslos jedes Großmembran-Kondensatormikrofon verfügt über eine Mikrofonmembran mit mindestens einem Zoll Durchmesser, also genau 25,4 mm. Als Folge dieser Größe (und des damit einhergehenden Gewichts) reagiert die Membran nicht auf zu schwache / leise Schallwellen, sodass Störelemente und der Raumanteil hier kaum ins Gewicht fallen. Dies ist bei der Aufnahme von leisen Tönen – wie Gesang oder gesprochenem Text – besonders vorteilhaft.

Die Vorteile:

  • Meist ein geringeres Eigenrauschen
  • Sehr „seidiger“ Ton bei hohen Frequenzen
  • Recht unempfindlich für Störelemente

Die Nachteile:

  • Eher anfällig für Partialschwingungen
  • Schwächere ausgeprägte Details

Vor allem wegen der schwereren Membran kann es jedoch auch zu sogenannten Partialschwingungen kommen, die dazu führen, dass die Höhen der Aufnahmen nicht richtig wiedergegeben werden. Der dadurch entstehende „seidige“ Klang ist aber definitiv nicht schlecht und wird eta bei der Aufnahme von akustischen Instrumenten sehr oft gewollt. Auch für Sprachaufnahmen ist dieser Effekt oft von Vorteil, denn die Stimmen klingen somit etwas wärmer.

Die Wahl zwischen Kleinmembranmikrofon und Großmembranmikrofon fällt oftmals schwer. Ob nun ein Kleinmembran- oder ein Großmembran-Kondensatormikrofon für die eigenen Aufnahmen von Texten oder Instrumenten bevorzugt wird, hängt vor allem anderen von den eigenen Wünschen und Ansprüchen des Nutzers ab. Ist eine detaillierte und natürliche Wiedergabe wünschenswert, greift man am besten zu einem guten Kleinmembranmikrofon. Bei seidigeren und volleren Tönen greift man idealerweise zum Großmembranmikrofon als Studiomikrofon.

USB Mikrofone, Instrumentalmikrofone & Co.

Insbesondere spezielle Instrumentalmikrofone und Mikrofone mit USB Anschluss für das eigene Homerecording Studio sind oft Kleinmembran-Kondensatormikrofone. Das Kleinmembran-Kondensatormikrofon ist deshalb ideal für die Aufnahme von gesungenen Texten, weil die natürliche Stimmwiedergabe und die klaren Höhen geschätzt werden. Auch die Details kommen hier viel mehr zur Geltung. Die kleinere Kondensatorkapsel mit der Membran erlaubt des Weiteren eine viel kompaktere Bauweise des Mikrofons, sodass Gewicht und Portabilität in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen.

Die Vorteile:

  • Natürliche Klangwiedergabe
  • Brillante Höhen
  • Detailreiche Aufnahmen

Die Nachteile:

  • Teils mehr Eigenrauschen
  • Relativ anfällig für Pop-Geräusche
  • Hohe Störanfälligkeit im Homestudio

Insbesondere auf Grund der relativ kleinen Mikrofonmembran, die oft nur einen halben Zoll, also rund 12,5 mm im Durchmesser misst, ist die nötige Vorspannung der Membran bei manchen Modellen höher. Dies hat zur Folge, dass das Eigenrauschen des Kondensatormikrofons verstärkt wird. Auch die Pop-Laute wie „P“, „T“ und „K“ sind deutlicher hörbar als bei einem Großmembranmikrofon, sodass die Nutzung eines Popkillers absolut empfehlenswert ist.

Weil die Membran in der Kapsel beim Kleinmembran-Kondensatormikrofon wegen der geringeren Größe auch ausgesprochen leicht ist, reagiert diese auch auf schwächere eintreffende Schwingungen, was zwar bei weiter entfernten Schallquellen von Vorteil sein kann, andererseits kann dies jedoch auch den Einfluss von Hintergrundgeräuschen und Störungen durch den Raumanteil erhöhen. Entscheidend ist auf Grund dessen, dass die Aufnahmeumgebung gut gedämmt und optimal eingerichtet ist.

Dynamische Bühnenmikrofone und Gesangsmikrofone

Ein dynamisches Mikrofon gehört heute in jedes Tonstudio. Dynamische Mikrofone sind oftmals Bühnenmikrofone oder Gesangsmikrofone. Diese zeichnen sich insbesondere durch einen geringen Raumanteil und eine hohe Robustheit aus. Wegen dieser Eigenschaften eignen sich dynamische Mikrofone sehr gut als Gesangsmikrofone bei Live-Auftritten oder zur Aufnahme von Interviews / für Reporter, da hier vor allem die Unempfindlichkeit gegenüber Störeinflüssen wichtig ist. Außerdem sind dynamische Mikrofone sehr stabil gebaut und langlebig.

Eine Vorspannung (Phantomspeisung) wird bei einem dynamischen Mikrofon nicht gebraucht – egal ob USB oder XLR Anschluss. Die Aufnahmen sind hier sehr realitätsnah und ausgewogen, allerdings nicht ganz so detailliert wie bei einem Kondensatormikrofon mit kleiner Membran. Dennoch sind vor allem dynamische Gesangsmikrofone hervorragend für die Aufnahme von Gesang in nicht optimal schallgedämmten Homestudios geeignet.

Die Vorteile:

  • Sehr wenig Raumanteil
  • Weiche Aufnahmen
  • Weniger zischende S-Laute (Sibilanten)
  • Hohe Robustheit und Langlebigkeit

Die Nachteile:

  • Oft geringerer Übertragungsbereich
  • schwächere Brillanz der Höhen

Auch preislich sind dynamische Gesangsmikrofone sehr attraktiv. Auf Grund der im Vergleich zum Kondensatormikrofon wesentlich simpleren Bauweise von dynamischen Mikrofonen, insbesondere bei einem Gerät nach Tauchspulen-Bauweise, ist auch der Kaufpreis bei dynamischen Modellen in der Regel deutlich geringer. Nichts desto trotz gibt es professionelle dynamische Mikrofone, die mehrere hundert Euro kosten können. Klassische Gesangsmikrofone, wie etwa das Shure SM58, sind für jeden Nutzer erschwinglich und sollten in keinem Tonstudio oder Homestudio fehlen.


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