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Musik im Homestudio / Proberaum aufnehmen



Musik im Homestudio aufnehmen

Musik im Homestudio aufnehmen

Instrumentalaufnahmen findet man vor allem bei Bands und Musikern. Das Aufnehmen von Musik ist einer der häufigsten Anwendungsbereiche eines Studios. Musik kann mit fast allen Mikrofonen aufgenommen werden. Die Unterschiede zeigen sich, sobald festgelegt werden muss, wie die Aufnahmen klingen sollen. Für einen klaren und detailreichen Sound eignet sich ein Kondensatormikrofon mit kleiner Membran sehr gut, für vollen und seidigen Klang ist ein Großmembran-Kondensatormikrofon die ideale Wahl.

Daneben spielt auch das Set-Up im Studio eine sehr große Rolle. Dynamische Mikrofone lassen grundsätzlich weniger Raumanteil zu – allerdings ist diese Mikrofonart nicht wirklich für Instrumentalaufnahmen geeignet. Kondensatormikrofone mit großer Membran sind für unruhige Aufnahmeumgebungen gut geeignet. Je größer die Membran, desto unempfindlicher ist das Modell für Hintergrundgeräusche und Rauschen. Hier sind die wichtigsten Tipps unserer Redaktion zum Musik aufnehmen im Homestudio.

Mikrofonart: Dynamisches Mikro oder Kondensatormikrofon?

Beim Aufnehmen von Musik, vor allem aber von akustischen Instrumente, kann man unterschiedliche Ansätze verfolgen. Meist werden Stereo-Mikrofone genutzt, es geht jedoch notfalls auch mit einem einzigen Mikro. Die häufigste Aufnahmeart ist das Benutzen eines USB Mikrofons, weil so (zumindest bei dynamischen Mikrofonen) keine Phantomspeisung benötigt wird. So kann man eigentlich direkt mit dem Aufnehmen im Studio loslegen. Auch weiteres Zubehör oder Equipment (etwa ein Mischpult oder USB Audio Interface) wird dann nicht zwingend benötigt.

Wenn mit einem USB Audio Interface gearbeitet wird, können zwischen Peripheriegerät und Aufnahmerechner noch Effekte eingebaut werden. Auch die Nutzung eines Mischpults ermöglicht dies. Das ist vor allem bei Kondensatormikrofonen der Fall, da die Membran bei dieser Mikrofonart eine Spannung von 48 V benötigt, die über die Membran gelegt wird. Zu beachten ist dabei unbedingt: Vor dem Kauf des Audio Interfaces sollte geprüft werden, welche Spannung das Mikro braucht.

Die meisten Studiomikrofone sind Großmembran-Kondensatormikrofone und benötigen 48 V, was auch die meisten Audio Interfaces und Mischpulte mit integrierten Interfaces leisten können. Da ein Audio Interface nicht besonders teuer ist und direkt an den Computer angeschlossen werden kann, empfiehlt sich vor allem dieses für die Aufnahme von Musik im Homestudio. Eine gute Wahl wäre hier etwa das Presonus AudioBox USB 96 mit 2 Inputs und 48 Volt Phantomspeisung oder das Focusrite Scarlett 2i2, sowie das Steinberg UR22 oder das Native Instruments Komplete Audio 6.

Die optimale Aufnahmeumgebung im Homestudio

Das Setting im Studio hat einen sehr großen Einfluss auf die Soundqualität der Aufnahmen. Beim Aufbau des Studios sollte berücksichtigt werden, welche Richtcharakteristik das Mikrofon besitzt. In der Regel ist dies eine Nierencharakteristik, da diese für die meisten Zwecke am besten geeignet ist. Ein Mikrofon mit Nierencharakteristik nimmt den Schall in erster Linie von vorne auf, während Schallwellen von hinten kaum noch auf den Aufnahmen landen. Auch andere Richtcharakteristika eignen sich zum Musikinstrumente aufnehmen sehr gut, etwa eine Kugel- oder Acht-Charakteristik.

Beim Aufnehmen gilt Learning by Doing. Die Schallquelle sollte so nah vor dem Mikrofonkorb angebracht werden, dass so wenig Rauschen wie möglich entsteht und alle Töne korrekt aufgenommen werden. Bei einem Großmembranmikrofon muss die Schallquelle meist wesentlich näher am Mikrofon sitzen als bei Geräten mit einer kleinen Membran, weil die kleinere und leichtere Membran auch schwächere Schallwellen aufnehmen kann.

Die Nierencharakteristik ist jedoch nicht immer das Maß aller Dinge. Auch eine Kugelcharakteristik kann sinnvoll sein. Das bedeutet, dass das Mikrofon keine bevorzugte Richtung für die Aufnahme von Schall hat, sondern alles aufnimmt, was rund um den Mikrofonkorb abgegeben wird. Vor allem anderen beim Aufnehmen im Proberaum ist dies wichtig und empfehlenswert. Auf Grund der hohen Anfälligkeit von Mikrofonen mit Kugelcharakteristik für Rückkopplung eignen sich solche Produkte aber nur für sehr wenige Einsatzzwecke und sollte von erfahrenen Nutzern bedient werden.

Unsere Empfehlung zum Musik aufnehmen im Studio

Musikaufnahmen und Instrumentalaufnahmen machen nicht wirklich viel Zubehör notwendig. Harte Poplaute etwa entstehen hier kaum. Sollte aber doch ein Popfilter notwendig sein, wird dies spätestens nach dem ersten Probehören der Testaufnahmen deutlich. Eine gute Soundqualität beim Musik aufnehmen im Homestudio ist wirklich problemlos möglich. Die optimale Aufnahme von Musikinstrumenten in einem Homestudio mit relativ guter Dämmung gelingt mit den von unserer Redaktion empfohlenen Modellen sicher perfekt.


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