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USB Mikrofon kaufen: Wichtige technische Daten



USB Mikrofon kaufen

USB Mikrofon kaufen

Mikrofone, egal ob dynamisches Mikrofon oder Kondensator-Mikrofon, sind äußerst komplexe Geräte. Im Inneren des Gehäuses werden Schallwellen in elektrische Wellen umgewandelt. Bei einem USB-Mikrofon folgt daraufhin sogar noch die Umwandlung von analogem Signal zu einem digitalen Signal, das dann von einem Computer gelesen werden kann.

Dementsprechend gibt es viele technische Daten, die nicht leicht verständlich sind – unser USB Mikrofon Ratgeber stellt die wichtigsten vor. Dabei gehen wir hier in in diesem Beitrag nicht nur auf die essentiellen technischen Daten ein. Vor allem die Frage der Schallwandlung ist entscheidend. Soll es also ein USB Kondensatormikrofon oder ein dynamisches USB Mikrofon sein? Wir zeigen die Antwort.

Membrangröße: Großmembran oder Kleinmembran?

Bei Kondensator-Mikrofonen wird zwischen Großmembran- und Kleinmembran-Varianten unterschieden. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine größere Membran zu einem kräftigeren Ausgangssignal führt. Das geht mit einem geringeren Eigenrauschen einher. Ein Nachteil dabei ist, dass Schall der seitlich einfällt einen Verlust in den Höhen verzeichnet, der mit der Größe der Membran stärker wird.

Daher werden Kleinmembranmikrofone eher verwendet um möglichst natürliche Aufnahmen von weiter entfernten, lauten Schallquellen zu erstellen. Großmembran-Mikrofone findet man meist nah vor der Schallquelle und genau auf diese ausgerichtet. Da Letzteres bei Sprachaufnahmen gewöhnlich leicht zu realisieren ist, sind die meisten USB-Mikros als Großmembran-Kondensator-Mikros ausgeführt.

Frequenzgang: Art der Schallquelle beachten

Das menschliche Ohr kann im Idealfall Frequenzen zwischen 20Hz und 20kHz wahrnehmen. Dabei interpretieren wir die Tonunterschiede logarithmisch. Das heißt wir empfinden den Tonhöhenunterschied zwischen 1kHz und 2kHz als genauso groß wie den zwischen 2kHz und 4kHz. Ein gewöhnliches Mikrofon gibt nicht alle Frequenzbereiche mit der gleichen Lautstärke wieder. Stattdessen sind meist bestimmte Bereiche betont und andere reduziert. Dadurch eignet sich nicht jedes Mikrofon gleich gut für die Aufnahme jeder Schallquelle.

Die Lautstärke-Kurve über den verfügbaren Frequenzbereich bezeichnet man als den Frequenzgang eines Mikrofons. Ist dieser besonders gleichmäßig spricht man von einem linearen Frequenzgang. Mikrofone die für Sprach- oder Gesangsaufnahmen vorgesehen sind haben meist eine leichte Anhebung im Bassbereich bei etwa 100 bis 400Hz. Hier befindet sich das Fundament der menschlichen Stimme. Bei Frauen liegt dieses natürlich höher als bei Männern.

Außerdem verfügen sie gewöhnlich über eine weitere Erhöhung zwischen 3 und 4kHz. Dieser Bereich enthält die Konsonanten unserer Sprache und somit die Sprachverständlichkeit. Meist wird auf Händlerseiten über den Frequenzgang nur der Bereich angegeben in dem ein nutzbares Signal erzeugt wird. Genauere Informationen über den Verlauf der Frequenzkurve finden sich aber meist in den technischen Dokumente n der Hersteller.

Richtcharakteristik: Niere überwiegt

Nicht alle Mikrofone reagieren gleich laut auf Schall der aus verschiedenen Richtungen kommt. Dies ist in den meisten Fällen auch nicht gewünscht. Bei Sprachaufnahmen soll in erster Linie der frontal einfallende Schall aufgenommen werden. Daher sind die meisten USB-Mikrofone mit einer Nieren-Charakteristik ausgeführt, die genau für diese Anwendung optimiert ist. Näheres zur Richtcharakteristik findet sich auch in den FAQ.

Grenzschalldruck: Mikrofon-Signal sollte nicht verzerren

Mit dem Grenzschalldruck-Pegel wird angegeben ab welcher Lautstärke das Mikrofon-Signal anfängt zu verzerren. Er wird in Dezibel (dB) SPL (sound pressure level) angegeben. Eine Angabe in dB SPL ist schwer nachzuvollziehen, da sie nicht mit unserem Lautstärke-Empfinden einher geht.

Genau wie der Frequenzgang wird der Schalldruck-Pegel logarithmisch angegeben. Allerdings ist er anders skaliert, so dass eine Verdopplung des Schalldrucks nur einen Anstieg um 6 dB bedeutet. Der Pegel einer sehr lauten Stimme, sehr nah am Mikrofon liegt maximal bei etwa 135dB SPL. Für gewöhnliche Sprachaufnahmen sollte aber auch ein Grenzschalldruck-Pegel von etwa 110dB SPL völlig genügen.

Ersatzgeräuschpegel: Lautstärke des Mikrofon-Rauschens

Als Ersatzgeräuschpegel wird die Lautstärke des Eigenrauschens eines Mikrofons bezeichnet. Einfach gesagt handelt es sich dabei um das Gegenstück zum Grenzschalldruck-Pegel. Schallereignisse die unterhalb dieser Lautstärke liegen werden vom Rauschen des Mikrofons überdeckt. Der Abstand zwischen Ersatzgeräusch-Pegel und Grenzschalldruck-Pegel wird als die Dynamik des Mikrofons bezeichnet.

Das Gewicht des Mikrofons

Das Gewicht eines Mikrofons spielt natürlich auch immer eine Rolle: Ein Handmikrofon wie zum Beispiel das Rode Podcaster muss lange mit den Händen gehalten werden, sodass diese müde werden können. Je leichter das Mikrofon also ist, desto besser. Auch die Befestigung des Mikros an einem Mikrofonständer ist vom Gewicht abhängig, denn vor allem billige Mikrofon-Stative können nicht jedes beliebige Mikrofon einwandfrei tragen.

USB Kondensatormikrofon oder dynamisches USB Mikro?

Vorweg gesagt: Der Großteil aller USB-Mikrofone ist in Kondensator-Bauweise ausgeführt. Trotzdem finden sich gelegentlich auch dynamische Vertreter. Genug um sich im Hinblick auf einen USB Mikrofon Ratgeber die Frage zu stellen, wo denn eigentlich die Unterschiede liegen.

Grundaufgabe eines Mikrofons ist die Wandlung von Schallwellen in elektrische Wellen. Um dies zu erreichen eignen sich verschiedene Herangehensweisen. Die beiden genannten haben sich seit der Erfindung des Mikrofons gegen Ende des 19. Jahrhunderts durchgesetzt.

Beiden Mikrofonarten gemeinsam ist die Verwendung einer Membran. Dabei handelt es sich um eine über einen Ring gespannte, hauchdünne Folie die schon von sehr geringen Luftdruckschwankungen (und um nichts anderes handelt es sich bei Schall) zum Schwingen gebracht werden kann.

Dynamisches Mikrofon: Aufbau / Funktion

Beim dynamischen Mikrofon wird dazu einfach ein langer Draht verwendet der viele Male um einen meist stabförmigen Permanentmagneten herumgeführt wurde (eine so genannte Spule). Die beiden Enden des Drahtes münden in die Buchse an der das Mikrofon-Kabel angeschlossen wird. Außerdem ist die Spule fest mit der Membran verbunden, so dass beide ein gemeinsames Schwingsystem bilden. Durch die Bewegung der Spule gegenüber dem Magneten wird ein Strom induziert, der letztlich das Mikrofon-Signal bildet.

Kondensatormikrofon – Funktionsweise

Die Funktionsweise eines Kondensatormikrofons ist deutlich komplizierter und soll nur sehr vereinfacht angerissen werden. Hier ist die Membran selber aus einem leitfähigen Material (meist aus Gold-bedampftem Kunststoff) ausgeführt. Gemeinsam mit einer ihr gegenüberliegenden, ebenfalls leitfähigen aber starren Platte bildet sie einen Kondensator. Die Membran und die Platte werden dabei als Elektroden bezeichnet.

Legt man nun an beide Elektroden einen Strom an, so dass ein Stromkreis entsteht der durch den Abstand zwischen diesen unterbrochen wird, entsteht ein so genanntes Potenzial. Verändert sich beim Schwingen der Membran der Abstand zwischen den beiden Elektroden so verändert sich auch das Potenzial. Diese Potenzial-Änderungen bilden letztlich das Mikrofon-Signal.

Um die Schallwellen akkurat zu wandeln darf die Membran kein Eigengewicht haben. Da dies in der Praxis nicht umsetzbar ist, wird versucht dieses so gering wie möglich zu halten. Je größer das Gewicht der Membran ist, desto träger reagiert sie. Entsprechend weniger detailliert werden die Schallwellen umgewandelt.

Dynamische und Kondensatormikrofone im Vergleich

Weil die Membran eines dynamischen Mikrofons noch zusätzlich das Gewicht der Spule tragen muss, ist sie meist deutlich schwerer als die eines Kondensatormikrofons. Im Groben lässt sich also sagen, dass sich Kondensatormikrofone besser zur Abnahme komplexer Schallquellen eignen. Besonders hochfrequente, leise Signale profitieren hier.

Aufgrund de s einfacheren Aufbaus sind dynamische Mikrofone dafür meist deutlich robuster. Daher sind sie oft als Handmikrofone ausgeführt und werden sehr gern für Live-Veranstaltungen eingesetzt. Auch vor besonders lauten Schallquellen wie Trommeln oder Gitarrenverstärkern machen sie meist einen sehr guten Job. Kondensator-Mikrofone geraten hier schnell an ihre Grenzen.

USB Mikrofon kaufen: Die Bauart ist wichtig!

Da bei USB Mikrofonen das Audio Interface direkt verbaut ist, kann pro Computer immer nur ein einziges Exemplar verwendet werden. Daher ist der Anwendungsbereich für diesen Mikrofontyp recht eingeschränkt. Sie sind immer dann besonders geeignet, wenn eine einzelne Schallquelle erfasst werden soll. Hauptsächlich ist dies bei klassischen Sprachaufnahmen der Fall.

Da diese meist in ruhigen, geschlossenen Räumen vorgenommen werden, bietet sich hier die Kondensatorbauweise an. Es ist weder zu erwarten, dass das Mikrofon extremen Belastungen ausgesetzt wird, noch stellt eine Sprachaufnahme besondere Anforderungen an die Lautstärke-Verträglichkeit. Ein dynamisches Mikrofon kann also in den meisten USB-Anwendungen seine Stärken nicht voll ausspielen. Beim Kondensatormikrofon verhält es sich umgekehrt.


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